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von Florian Städtler

Hört sich das nicht Alles grandios an: Deutschland ist Messeland No.1 weltweit (159 überregionale Messen, 6,9 Mio qm Standfläche). 2009 hielten immerhin 84% der Unternehmen Events für wichtig. Und gaben 1,99 Milliarden Euro für diese aus. Der Anteil von Events in mittelständischen Werbebudgets beträgt 22% (klassische Werbung: 25%). Deutsche Großunternehmen investierten 2009 im Schnitt 4,7 Millionen Euro in Events.

Danke, brandeins (Februar-Ausgabe “Ufftata – alle mal herhören!”) für diese Zahlen. Und noch viele (amüsante) mehr, z.B. die Zahl der weltweiten Tupperpartys 2009 (16,5 Millionen), geworfene Süßigkeitenmenge beim Kölner Rosenmontagsumzug (150 Tonnen) und die Zahl der Hamburger, die beim 2008er-Flashmob in Berlin bei McDonald’s bestellt wurden (10.354).

Nicht umsonst ist die Rubrik  “…in Zahlen” eine immer wieder gern gelesene und erscheint inzwischen auch schon als das Büchlein “Die Welt in Zahlen”.

Was können wir solchen Zahlen aber tatsächlich entnehmen, außer schaurig-schön-illusorischen Fragen wie “Wenn davon nur 1% meine Kunden würden…?” oder “Wieviele Hamburger wurden denn dann tatsächlich an die Fast-Food-Flashmobber verfüttert?” Sind solche Zahlen tatsächlich für die einzelne, mittelständische und Inhaber geführte Agentur von Belang?

Einerseits ja. Denn gerade im Mittelstand geht es bei der Akquise von Neugeschäft eben auch ganz oft um Aufklärung: Ja, Eventmarketing hat einen Return on Investment. Ja, Eventmarketing stärkt die Marke. Ja, man kann deutlich mehr erreichen, wenn man internes Wissen (Unternehmenskultur, Produktinformation, Botschaft) mit externem Spezial-Know-how in Sachen Live Kommunikation (Location, Technik, Dramaturgie, roter Faden) kombiniert. Und das alles funktioniert nicht nur in der Vertriebsrhetorik der Eventler. Nein, das praktizieren andere Unternehmen bereits seit geraumer Zeit erfolgreich. Und zwar nicht nur ausgeflippte Consumer-Marken und prestigesüchtige Automobil-Konzerne: Ganz normale, wertkonservative deutsche Mittelständler haben es schon getan und tun es, wie die Zahlen zeigen immer mehr. Also zeigen wir den Zweiflern die Zahlen und schlagen wir die eigentlichen Zahlenfetischisten (Controllern) mit ihren eigenen Waffen. Getreu dem Motto: “What gets measured, gets managed.”


Andererseits werden Entscheidungen in Unternehmen letztlich nicht nur auf Grund einer von einem Dienstleister oder vom Fachverband präsentierten Datensammlung getroffen. Stattdessen lautet hier wie überall im Wirtschaftsleben die Gretchenfrage “Was bringt mir das?” (“What’s in it for me?”). Solange wir Agenturen, Konzeptioner und Live-Marketer diese Frage nicht für den jeweiligen Kunden oder Neukunden individuell und fundiert beantworten können, werden die erfreulichen Branchenzahlen nicht helfen.

Wie finden wir sie aber, die optimale Nutzenargumentation im Dialog mit potenziellen Auftraggebern? Nun, ich stelle seit einiger Zeit in den Gesprächen mit Unternehmensverantwortlichen die simple Frage: “Was ist Ihr größtes Problem?” Die statistische Auswertung dieser nicht wissenschaftlichen Fokusgruppenbefragung könnte folgende Top5 zum Ergebnis haben:

  1. Fachkräftemangel
  2. Konjunkturelle Schwankungen
  3. Post-Merger-Problematik
  4. Interkulturelle Change-Prozesse
  5. Social Media in Unternehmen

Wenn das mal kein Sprungbrett für neue Event-Ideen ist!

Viel Erfolg beim Erstellen der eigenen Top5 – ich bin gespannt auf die persönlichen Problem-Charts der geschätzten Leserschaft. Auf dass wir gemeinsam/im Gegenzug jede Menge Problemlösungs-Hits produzieren!

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von Florian Städtler

Wer den Blog-Post No. 1 gelesen hat, der weiß von meiner Mini-Depression nach nationalem Google-Check in Sachen Event-Agenturen.

Glücklicherweise siegt dann aber fast immer der Ehrgeiz über den Frust. Der Ehrgeiz hier: Wo ist unsere Nische, wenn doch Hunderte von Mitbewerbern (scheinbar) bereits alles vorgedacht und vorgemacht haben?

Zuerst also die Frage nach der eigenen Kernkompetenz. Klar – die ist und bleibt Event-Marketing: Erlebnisse als weiter lesen

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